Straßenhunde in Rumänien Homepage

Ofelias kleine Welt

24. Oktober 2011

die kleine zarte Ofelia ist ein richtiges Zitterhündchen: Soviel Angst vor der Welt und gleichzeitig soviel Neugier bilden eine eigenartige Mischung. Aber es ist schön zu sehen, dass sie immer zutraulicher wird, sie liebt es gestreichelt zu werden und das Schwänzchen wedelt unermüdlich... Bei dem derzeitigen schönen Wetter ist sie am liebsten draussen im Garten, wo sie sich in einer geschützten Ecke eine Schlafmulde gebuddelt hat. Von da aus kann sie alles überblicken.

Ofelia

 

Sie ist übrigens schon stubenrein, hört auf ihren Namen und hat sogar schon mal vorsichtig mit meinem Mann angebändelt. Abgesehen von der Haltung an der Kette, glaube ich nicht, dass sie schlecht behandelt worden ist, geschlagen oder getreten wurde. Es macht ihr auch nichts aus, auf dem Kopf gekrault zu werden, am liebsten hat sie es aber unter ihren Schlappohren. Sheila, Shahri und Incanjú sind ihr ein wenig zu groß und zu wild. Als sich heute morgen Incanjú mit ihrem typischen Karpatenhundegeheul und Gebrumm zum Spaß auf Sheila gestürzt hat, ist Ofelia im Gartenhaus verschwunden. Doch inzwischen ist alles still, die Aussies haben sich ausgetobt und Ofelia hat sich in ein Körbchen gelegt, um tief und fest zu schlafen, nur manchmal seufzt sie und die Pfötchen bewegen sich.

 

30. Oktober 2011

Jetzt ist sie genau eine Woche hier und hat sich schon ganz gut eingelebt. Sie hängt sehr an mir und gemeinsam haben wir schon einen ersten Besuch bei im Nachbarhaus gewagt. Puh, war das gruselig für sie. Aber Ofelia ist tapfer. Auch im Wald begegnet sie fremden Menschen, Joggern, Radfahreren und Hunden nicht mehr so extrem panisch wie zu Beginn. Sie bleibt einfach auf dem Weg und knurrt leise vor sich hin, nach dem Motto: kommt bloss nicht näher, ich bin ja so gefährlich. Kurioser Weise fühlt sie sich besser, wenn ich sie bei "unheimlichen" Begegnungen an die kurze Leine nehme. Offensichtlich fühlt sie sich durch die Leine positiv mit mir verbunden. Ganz anders als meine Aussies, die das eher als Freiheitsberaubung ansehen. Sie möchte wahnsinnig gerne toben und rennen, nur leider hat sie ein kleines Handicap an der linken Schulter. Zu sehen ist nichts, man kann nur deutlich fühlen, dass die Muskeln links schlaffer sind als auf der rechten Seite. Vielleicht ist es eine alte Verletzung, die nun durch die neue Freiheit und die ungewohnte Bewegung zu Tage tritt.

Es ist so ungerecht, sie will endlich mit den Aussies rennen, toben und spielen, und ich muss sie ausbremsen, damit sie sich niht überfordert. Ofelia will unbedingt leben und ihre neue Welt kennenlernen. Es ist schön zu sehen, mit welcher Hingabe sie schnüffeln lernt. Überall wo Sheila schnuppert, läuft sie hin und macht mit.

 

feli

 

Ofelia

 

Ofelia und die Aussies

 

Ofelia und die Aussies

 

Ofelia und die Aussies

 

Ofelia und die Aussies

 

Ofelia spielt mit einem Plüschhund

 

im Hundekörbchen

 

14. November 2011

Jetzt ist sie genau seit drei Wochen bei mir! Sie ist so lebensfroh, mir vertraut sie inzwischen völlig, meinem Mann schon ein bisschen und Fremde würde sie am liebsten verbellen. Ich erkläre ihr gerade, dass das die falsche Methode ist. Wir arbeiten daran.

Die Kleine Maus liebt es, mit mir zu arbeiten. Leinenführigkeit 1A. Bei-Fuss-gehen auch schon sehr gut, Sitz wird immer besser, Platz auch und wenn sie den Clicker sieht, tanzt der ganze Hund. Autofahren ist auch OK, allein bleiben (bisher meist mit Inca gemeinsam) klappt prima. Nur die verflixte Angst sitzt noch tief innen im Hündchen.

 

So herrlich fliegen ihre Ohren, wenn ich "Ofelia hiiiiiiiiiiier" rufe:

Ofelia

 

Ofelia

Was will man mehr?

 

Magische Momente mit Wölfchen und Kettenhündchen

Text von Carmen Trautmann

25. November 2011. Diese Bunte Kiste hatte schon etwas Magisches! Es war die 11. und das am 20.11.2011! ;-) Gemeldet waren Picards, eine junge Irish Wolf-Hündin und eine kleine, erst vor wenigen Wochen von der Kette befreite Hündin aus Rumänien: Ofelia. Nie werde ich verstehen, was ein Hund an der Kette soll (außer der Funktion als Alarmanlage). Schon gar nicht wird sich mir jemals erschließen, was so ein kleiner Hund dort soll.

Nun ist Feli erst wenige Wochen auf ihrer Pflegestelle in Deutschland. Sie muss noch sehr viel lernen (ist erfreulicherweise auch sehr neugierig und will sich ihr neues Leben mit aller Macht erkämpfen!) und kennenlernen: Autos, viele Menschen, Fahrräder … Dinge des alltäglichen Lebens, über die der ‘normale’ Hundehalter sich hierzulande kaum jemals Gedanken macht. Hinzu kommt, dass Hunde in Osteuropa selten kastriert werden. Jeder kann sich wohl vorstellen, was mit einer heißen Hündin an der Kette passiert.

Sie hat somit auch Angst vor fremden Hunden, vor allem großen und dunklen Hunden … und deren allzu direkter Annäherung. In Anbetracht der gemeldeten Teams war das schon eine kleine Herausforderung. Entsprechend behutsam galt es den Tag speziell für Ofelia zu gestalten.

Feli beim TrainingAn An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank auch den anderen Teams, die sich wirklich vorbildlich verhalten haben!

So wurde wieder einmal geturnt …

Bunte Kiste

und geshaped … und gespielt

bunte Kiste

… und vorsichtig geflirtet.

ofelia

Ofelia wurde im Laufe des Tages immer mutiger …

Ofelia

 

… und dann kam DER magische Moment, der uns alle wohl am meisten berührte:

Ofelia und der Wolf

Zitat aus: www.hunterbunt.de

 

Danke Carmen,

für diesen schönen Nachmittag, die kleine Ofelia hat sehr viel davon mitgenommen. Ihre Angst gegenüber anderen Hunden hat sich erfreulich reduziert! Und seit zwei Tagen schafft sie es, gaaaanz vorsichtig an fremden Menschen zu schnuppern. Sie ist ja so neugierig.
Es dauert gar nicht mehr lang …

 

10. Dezember 2011

Ofelias kleine Welt ist richtig groß geworden: Rennen, auf Baumstämmen herum klettern, mit den Aussies fangen spielen oder mal die gutmütige Incanjú in den Po zwicken. "Feli" hat sich zu einer fröhlichen jungen Hündin entwickelt, die ihre Scheu vor anderen Lebewesen immer weiter ablegt und nun bereit ist, mit ihrer eigenen Familie, gerne als Zweithund, auch noch den Rest der Welt kennenzulernen.

Ofelia auf Baumstämmen

 

Feli

 

Feli und Incanjú

 

Feli und Inca

 

Die Spielzeuge der Aussies sind eigentlich etwas zu groß für die Kleine Feli

Feli

 

Feli

 

Feli

Eigentlich kann ich nur Gutes über sie sagen: Stubenrein vom ersten Tag an, sehr gehorsam, keinerlei Probleme mit der Leinenführigkeit, in sicherem Gelände läuft sie fröhlich und frei im Rudel mit, buddelt gerne mal im Laub oder untersucht die Maulwurfshügel, ist dabei aber immer abrufbar.

Feli

 

Feli

 

Feli

 

Felis schwanz

 

Mit Artgenossen hat sie auch keine Probleme, denn sie weiss sich zu benehmen. Menschen gegenüber ist sie noch zurückhaltend, aber nicht mehr wirklich ängstlich. Kuscheln ist megatoll und sollte eigentlich nie aufhören, ausser zum Spazierengehen oder Fressen. Wenn Ofelia einem Menschen vertraut, ist sie eine leichtführige und absolut treue Begleiterin, die man überallhin mitnehmen kann. Draussen lebhaft und neugierig, im Haus ruhig und unauffällig.

Kuscheln mit den Aussies

Feli in der Kudde

 

 

17. Dezember 2011

 

Feli und die Aussies

 

Feli und Incanjú

 

Feli

 

22. Januar 2012

Feli hat ein neues Zuhause gefunden, ich habe sie heute morgen zu ihrer neuen Familie gebracht. Dort wird sie gemeinsam mit einem freundlichen Rüden ein tolles Leben haben. Ich freue mich so für die Maus, obwohl sie mir hier nach immerhin drei Monaten erst nochmal ein bisschen fehlt. Aber es sind ja noch vier andere Hunde da, die gerade genüsslich faulenzen. Silvan schnarcht gerade wie ein Sägewerk, Shahri liegt mal wieder höchst überrollgefährdet unter meinem Stuhl, Sheila streckt alle vier Pfoten in die Luft, und Incanjú träumt mit zappelnden Vorderpfoten.

Die kleine Ofelia liegt jetzt sicher schon auf dem Sofa und lässt sich verwöhnen und bekuscheln.
Auf ihrem Geschirrchen steht nicht mehr "suche zuhause" sondern "ich darf alles".

 

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